Europäisches KulturForum Mainau e.V. 20 jähriges Jubiläum
Europäisches KulturForum Mainau e.V. 20 jähriges Jubiläum  

Preisträger und Förderpreisträger 2017

Beschwingt und begesitert von einem wunderbaren Wettbewerb und stimmlich hochkarätigen Teilnehmern gibt das Europäische KulturForum Mainau e.V. die diesjährigen Preisträger und Förderpreisträges bekannt.

Die Künstler mit den beiden herausragenden Klavierbegleitern des Wettbewerbs Steven Hess (li) und Eberhard Leuser (re) Foto: Insel Mainau/ P. Allgaier

Preisverleihung die Künstler, Klavierbegleitung, Jurymitglieder, Vertreter der Anneliese Rothenberger Stiftung, Lennart-Bernadotte-Stiftung und EKFM. Foto Insel Mainau/P. Allgaier

Preisträger (alphabetisch)

Lee, Konstantin (Tenor)

Santos, Josy (Mezzosopran)

Seibel, Carmen (Mezzosopran)

Förderpreisträger (alphabetisch)

Ruckgaber, Katharina (Sopran)

Schäfer, Inga (Mezzosopran)

Schwaiger, Wolfgang (Bariton)

Anneliese-Rothenberger-Gesangswettbewerb – Gleich drei Gewinner zum Jubiläum

Das Teilnehmerfeld beim zehnten Anneliese-Rothenberger-Gesangswettbewerb auf Schloss Mainau präsentierte sich so stark, dass die Jury in der Kategorie Damen den Preis teilte und zwei Siegerinnen kürte.

So gewannen schließlich die Mezzosopranistinnen Josy Santos (Opernstudio Stuttgart) und Carmen Seibel (Internationales Opernstudio Zürich). In der Kategorie der Herren siegte der Tenor Konstantin Lee (SWR/Musikhochschule Hamburg). In beiden Kategorien wurde ein Preisgeld von je 5.000 Euro ausgelobt. Darüber hinaus wurden drei Förderpreise in Höhe von 1.000 Euro vergeben. Diese erhielten Katharina Ruckgaber (Sopran, Opernstudio Frankfurt), Inga Schäfer (Mezzosopran, Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart) und Wolfgang Schwaiger (Bariton, Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien).

Brigitte Stephan, Jurymitglied und Mitglied des Kuratoriums des Europäischen KulturForums Mainau e.V. (EKFM), das den Wettbewerb durchführt, zeigte sich höchst zufrieden: „Die Jury hat es sich nicht einfach gemacht und ihre Entscheidung erst nach reiflicher Diskussion getroffen. Die Gewinnerinnen und Gewinner zeichnet alle eine außerordentliche Stimmqualität und Stimmtechnik aus. Bühnenpräsenz, Rollenverständnis und Rollengestaltung waren ebenfalls maßgebend in der Bewertung."

In diesem Jahr nahmen rund 20 internationale Nachwuchskünstlerinnen und -Künstler an der Konkurrenz teil. Diese sind ausschließlich hochqualifizierte Studierende von Musikhochschulen und Opernstudios in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die nach einem internen Auswahlverfahren von der jeweiligen Hochschule gemeldet wurden. Drei Tage lang, vom 30. Mai bis zum 01. Juni 2017, hatten sie sich der renommierten Jury gestellt, die sich aus Kammersängerin Professor Ingeborg Hallstein, Brigitte Stephan (EKFM), Achim Thorwald (Regisseur und Generalintendant a.D.) und Henri Maier (opera-events, Intendant a.D.) zusammensetzte. Außerdem konnte

Professor Anthony Bramall (stv. GMD Oper Leipzig und künftiger Chefdirigent Staatstheater am Gärtnerplatz München) für die Jury gewonnen werden. „Auch dieser zehnte Wettbewerb verlief an allen Tagen sehr harmonisch und ganz im Geiste und im Anspruch Anneliese Rothenbergers. Sämtliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren von der ganz besonderen Atmosphäre auf Schloss Mainau beeindruckt", ergänzt Stephan. Gefördert wird der Wettbewerb von der Anneliese-Rothenberger-Stiftung und der Lennart Bernadotte-Stiftung.

Die preisgekrönten Künstlerinnen und Künstler hatten am vergangenen Samstag beim Preisträgerkonzert, das traditionell den Abschluss des Wettbewerbs bildet, die Gelegenheit ihr außerordentliches Talent u.a. mit Werken von Ravel, Rossini, Bizet und Strauß vor geladenen Gästen, bestehend u.a. aus Fachpublikum, Vertretern von Opernhäusern und Konzertveranstaltungen sowie Medienvertretern zu präsentieren.

Konstantin Lee (Tenor)

Konstantin Lee wurde 1988 in Seoul, Korea geboren.

Seinen Schulabschluss erhielt er an der Seoul High School of the Arts und absolvierte sein Bachelor- und Master-Studium mit einem Stipendium am College of Music der Seoul National University als einer der besten seines Jahrgangs.

 

hrend seines Studiums gewann er zahlreiche Gesangs-Wettbewerbe in seinem Heimatland Korea. Er belegte den 1. Platz im 36. JoongAng Music Competition gewann Grand Prizes in den Gesangswettbewerben in Daegu, den 1. Preis im Korea Voice Wettbewerb und die Silberauszeichnung im Wettbewerb des Korea Broadcasting Systems.

Außerhalb Koreas konnte Konstantin bei Wettbewerben in Deutschland und Chile überzeugen. 2013 gewann er den ersten Preis im NEUE STIMMEN Gesangswettbewerb der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh sowie im Dr. Luis Sigall International Music Competition in Vina del Mar. 2015 gewann er den ersten Preis im Maritim Musikpreis und 2017 war er Emmerich Smola-Preisträger des SWR.

 

Konzerterfahrung sammelte Konstantin bereits mit vielen Orchestern in Korea, unter anderem dem Korea Broadcasting System Symphony Orchestra, dem Korean Symphony Orchestra, dem Incheon Philharmonic Orchestra und dem Gunpo Prime Philharmonic Orchestra.

 

Auf der Bühne überzeugte er in Mozarts Die Zauberflöte an der Korean National Opera und in Verdis La Traviata an der Seoul Metropolitan Opera. Aufgrund seiner großen Erfahrung sicherte Konstantin sich die Rolle des Alfredo in La Traviata am Seoul Arts Center Opera House der Seoul National University, sowie weitere Auftritte in La Bohème, Lelisir damore und im Opera Gala Concert.

 

2015 sang er Beethovens 9. Sinfonie mit dem Korean Broadcasting System Symphony Orchestra in Korea, dem Guiyang Symphony Orchestra in China und dem National Centre of Performing Arts Orchestra im NCPA Theater ebenfalls in China und ein Opera Gala Concert mit dem Kanagawa Philharmonic Orchestra in Japan. Zu seinen letzten Auftritten zählen als Ferrando in Cosi fan tutte am Theater Freiburg.

 

Seit Oktober 2015 studiert Konstantin nun im Konzertexamen Gesang an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Josy Santos (Mezzosopran)

Die Mezzosopranistin Josy Santos wurde in Bahia (Brasilien) geboren. Sie studierte zunächst an der Universität Cruzeiro do Sul, anschließed begann sie ihr Masterstudium an der HfMDK Frankfurt bei Prof. Ursula Targler-Sell. Sie verfügt über reichhaltige Erfahrungen in professionellen Chören.

 

Ihr Debüt in Brasilien gab sie 2010. Danach folgten viele Engagements an Opernhäusern in Brasilien, u.a  als Cherubino (Le nozze di Figaro), 2. und 3. Dame (Die Zauberflöte), Page (Salome) und Angelina (La Cenerentola). 2013 gewann sie den ersten Preis des Maria Callas Wettbewerbs in Brasilien. 2014 hatte sie ihr Deutschlanddebüt als Zitta (Gianni Schicchi). 2015 wirkte sie beim Rheingau Musik Festival als Silvia (L’isola disabitata) mit außerdem am Schloss Rheinsberg als Dardano (Amadigi di Gaula).

 

Im Konzertbereich sang sie Solistin Saint-Säens‘ Weihnachtsoratorium, Michael Haydns Requiem, Garcias h-moll Messe und Pergolesis Requiem. Sie besuchte Meisterkurse bei Marjanna Livopsek, Prof. Rudolf Piernay, Andreas Scholl und Helmut Deutsch (Lied). Seit Februar 2016 ist Josy Santos Mitglied des Opernstudios der Oper Stuttgart. Josy Santos ist als Oberto (Alcina), als Gräfin von Ceprano (Rigoletto), als Siebel (Faust), als Cherubino (Figaros Hochzeit), als 2. Magd (Elektra) zu erleben.

Carmen Seibel (Mezzosopran)

Die deutsche Mezzosopranistin ist seit der Spielzeit 2015/16 Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich, wo sie bereits als Flora in „La traviata“ (Verdi), als Mao in „die Hamletmaschine“ (Rihm), als Alcina in „Orlando Paladino“ (Haydn) und als Hauptrolle Flora in der Kinderoper „das verzauberte Schwein“ (Dove) zu sehen und hören war. Sie hatte die Möglichkeit mit Dirigenten wie William Christie, Grabiel Feltz, Laurence Cummings und Regisseuren wie Andreas Homoki, Sebastian Baumgarten und Jetske Mijnssen zu arbeiten.
2015 gab Carmen ihr Debut am Staatstheater Mainz als Lehrbube in der Produktion "die Meistersinger von Nürnberg" (Richard Wagner) und war in der Produktion "Carmen" (Georges Bizet) in der Titelrolle der Carmen im Stuttgarter Wilhelmatheater zu hören. Außerdem sang sie in der Opernakademie Bad Orb die Muse/ Nicklaus in der Produktion "Hoffmanns Erzählungen" von Offenbach, wo sie 2014 schon in Mozarts „Zauberflöte“ als 3.Dame mitwirkte. Ebenfalls 2014 sang sie die 3.Zofe in „der Zwerg“ (Zemlinksy) ebenfalls im Wilhelmatheater Stuttgart.
Sie schloss zunächst die Ausbildung zur Atem- Sprech- und Stimmlehrerin nach Schlaffhorst- Andersen in Bad Nenndorf ab. Im Anschluss studierte sie bei Prof. Ulrike Sonntag, an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart, Bachelor und Master Konzertgesang, sowie Master Oper und schloss ihr Studium 2015 mit Auszeichnung ab.
Carmen Seibel ist Stipendiatin bei „Live Musik now!“, der Richard- Wagner Stipendienstiftung und erhielt im WS 2012/2013 ein Erasmusstipendium für ein Auslandssemester am „conservatorio di musica G. Verdi“ in Mailand, wo sie als Cucolo in der Oper „La bella dormente nel bosco“ von Respighi zu hören war.
Außerdem wurde sie 2015 mit dem Deutschlandstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ausgezeichnet.
Carmen Seibel war 2014 Finalistin im Bundeswettbewerb Gesang, Berlin.
Auch im Konzert- und Liedfach ist sie im In- und Ausland eine gefragte Solistin, wie u.a. 2012 beim Rheingaufestival, wo sie unter mit dem Stuttgarter Kammerorchester zu hören war. Außerdem war sie mehrfach in der Gesellschaft für Lied, Kammermusik und Dichtung LiedKunst KunstLied, Stuttgart e.V., sowie im Rahmen der internationalen Hugo Wolf Akademie zu hören. Im März 2017 wird sie mit dem Orchestre de la Suisse Romande unter Jonathan Nott Schuberts Messe Nr. 6 in Es Dur singen und im Schweizer Radio übertragen.

Katharina Ruckgaber (Sopran)

Katharina Ruckgaber wurde in München geboren und war seit der Spielzeit 2014/15 Mitglied im Opernstudio der Oper Frankfurt. In zahlreichen Partien stand sie dort auf der Bühne, u.a. debütierte sie als Susanna in Mozarts Figaro, sang den Waldvogel in Wagners Ring und die Eurydike in Telemanns Orfeus.
In wichtigen Rollen ihres Fachs gastierte sie u.a. am Gärtnerplatztheater und am Prinzregententheater München. Als passionierte Konzertsolistin ist Katharina Ruckgaber im In-und Ausland zu hören: So sang sie z.B. 2015 unter Iván Fischer im Berliner Konzerthaus. Dieses Jahr folgen Debüts in der Wigmore Hall London, am Konzerthaus Wien, im Tchaikovsky Saal Moskau, sowie am Theater an der Wien. Bei MDG erscheint im Sommer 2017 eine Lieder-CD, am Klavier Helmut Deutsch.

Die junge Sopranistin ist u.a. Stipendiatin des Deutschen Bühnenvereins, sowie der siaa-foundation. Katharina studierte an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Prof. Andreas Schmidt. Ihr Studienabschluss 2014 wurde mit dem Haack-Preis ausgezeichnet.

Inga Schäfer (Mezzosopran)

Inga Schäfer, geboren 1988, verfügt über diverse musikalische Studienabschlüsse und erhielt den Abschluss Master of Music am Opernelitestudio Lübeck. Als Stipendiatin erhielt sie mehrfach Auszeichnung und Förderung: Exzellenz-Stipendium der Folkwang UdK für Viola, NRW-Stipendium für Gesang, Live Music-Now Stipendium LMN Rhein-Ruhr (Oper/Lied-Duo), Stipendium des Richard Wagner-Verbandes Wuppertal. In der Spielzeit 2014/15 sang sie als Mitglied des Internationalen Opernelitestudios verschiedene kleinere und mittlere Partien am Theater Lübeck, unter Anderem Tisbe in Rossinis La Cenerentola, mit der sie 2014 am Theater Dortmund debütierte.

Weitere Gastspiele führten Sie an das Theater Magdeburg (Flora, 3. Magd), sowie an die Deutsche Oper am Rhein (Maestra delle Novizie). 2016 bis 2017 war sie Mitglied des SWR Vokalensembles. Ihr Masterprojekt "La voix humaine" (April 2016) wurde mit dem Folkwangpreis für Darstellung ausgezeichnet.

Wolfgan Schwaiger (Bariton)

Geboren 1991 in Innsbruck erhielt der Bariton Wolfgang Schwaiger seine sängerische Ausbildung bei den Wiltener Sängerknaben. Früh wurde er als Altsolist, vorwiegend für Messen und Konzerte, eingesetzt. 2002 und 2004 feierte er beim Bundeswettbewerb „Prima la musica“ große Erfolge. Erstmals auf der Theaterbühne stand Wolfgang im Alter von zehn Jahren. Bei Produktionen im Tiroler Landestheater wirkte er bei Turandot, Carmen, A Midsummernight´s dream und Gipsy mit. Auch außerhalb Österreichs war er in Mozarts Zauberflöte als dritter Knabe in Bozen, Rovigo und Trient zu sehen.

 

Seit Oktober 2010 studiert er an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Prof. Karlheinz Hanser sowie seit 2015 Lied und Oratorium bei Prof. Florian Boesch. Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender, Helmut Deutsch, Bo Skovhus und Margreet Honig runden seine Ausbildung ab. Er ist u.a. Preisträger des Margaretha Schenk Förderpreises der Mozartgemeinde Wien und des Auswahlspiels „Musica Juventutis“ im Wiener Konzerthaus sowie Preisträger des internationalen Belcanto Wettbewerbs „Ferruccio Tagliavini“.

Wolfgang Schwaiger war in den Spielzeiten 2014/15 und 2015/16 Mitglied des internationalen Opernstudios der Oper Köln. Seit der Spielzeit 2016/17 ist er festes Ensemblemitglied der Oper Köln. Als Mitglied des internationalen Opernstudios der Bregenzer Festspiele 2016 durfte er in einer Neuproduktion den Don Giovanni im Vorarlberger Landestheater singen und wird darüber hinaus im Sommer 2017 auf der Seebühne der Bregenzer Festspiele als Morales debütieren.

 

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